Initiative der Stadt Geretsried

Heizen Sie schon oder verheizen Sie noch?

Während Altbauten ca. 200-220 Kilowattstunden an Heizenergie pro Jahr verbrauchen, kommen neu gebaute Gebäude mit 60-70% weniger Energie aus. Wer speziell energieeffizient baut, kann seinen Energiebedarf für Heizung und Warmwasser sogar um 90% reduzieren!

Geltende Vorschriften

Beim Bau eines Hauses oder einer Modernisierung spielt der Energieverbrauch eine wichtige Rolle. Verschiedene Vorschriften und Gesetze müssen hier berücksichtigt werden. Am zentralsten ist die Energieeinsparverordnung (EnEV). Die EnEV definiert verbindliche Grenzwerte und Berechnungsmethoden für den Energieverbrauch von bestehenden Gebäuden und Neubauten. Am 1. Oktober 2009 trat die EnEV 2009 in Kraft.

 

Weiterführende und detaillierte Informationen zur Energieeinsparverordnung (EnEV) erhalten Sie hier.

 

Der Gebäude-Energieausweis

Auf jedem Kühlschrank und an jeder Glühlampenpackung ist ein Energielabel abgebildet, das Auskunft über den Energieverbrauch gibt. Und zu jedem Auto erhalten Sie die Information, wieviel Sprit es auf 100 km benötigt. Aber wissen Sie auch, wieviel Energie Ihr Haus verbraucht? Der Energieausweis bietet nicht nur Informationen für potenzielle Käufer oder Mieter: Der Eigentümer kann - auf Basis der ermittelten Daten - Maßnahmen ergreifen, die den Energieverbrauch seines Hauses senken. Das spart Kosten und steigert außerdem den Wert seiner Immobilie.

 

Weiterführende und detaillierte Informationen zum Gebäude-Energieausweis erhalten Sie hier.

 

Heizen mit Strom macht keinen Sinn

Am meisten Energie kann man bei Altbauten sparen, wenn man alte Öfen und Heizkessel durch neue ersetzt. Eine moderne Heizanlage verbraucht etwa um 40% weniger Brennstoff. Ganz und gar unzeitgemäß ist das Heizen mit Strom durch Nachtspeicheröfen. Denn um Strom herzustellen, wird wesentlich mehr fossiler Brennstoff gebraucht, als dies zur direkten Herstellung von Wärme nötig wäre.

 

Moderne Heizungsumwälzpumpen helfen sparen

Außerdem lässt sich durch den Einsatz geregelter Heizungsumwälzpumpen bis zu130 € Stromkosten pro Jahr sparen. Denn stellen Sie sich vor, Sie fahren mit Ihrem Auto immer Vollgas und regeln die Geschwindigkeit mit der Bremse. Genau so arbeiten herkömmliche Heizungsumwälzpumpen. Hocheffiziente Heizungsumwälzpumpen hingegen verringern ihre Pumpleistung, indem sie die Drehzahl reduzieren. Sie nehmen sozusagen den Fuß vom Gaspedal, wenn weniger Leistung benötigt wird. Die Hocheffizienten sind leistungsstark und verbrauchen bis zu 80% weniger Energie. Der Pumpentausch lohnt sich finanziell oft schon nach 2 bis 4 Jahren. Würden in Deutschland alle älteren Heizungsumwälzpumpen durch neue hocheffiziente Hei-zungsumwälzpumpen ersetzt, so ließen sich circa vier Milliarden Kilowattstunden elektri-sche Energie einsparen. Das entspricht einem jährlichen Stromverbrauch von etwa 1 Million Haushalten oder 2,4 Millionen Tonnen CO2-Ausstoß.

 

Weiterführende und detailliertere Informationen zu Heizungsumwälzpumpen erhalten Sie hier.

 

Heizen und CO2

Ein durchschnittliches Wohngebäude mit ca. 100 m² Wohnfläche benötigt 250 kWh/m² im Jahr. Daraus ergibt sich ein Jahresbedarf von rund 25.000 kWh. Umgerechnet sind das ca. 2.500 l Heizöl oder 2.500 m³ Erdgas. Bei der Verwendung von Heizöl werden jährlich etwa 6.600 kg CO2 erzeugt.


Ohne großen Aufwand kann der Verbrauch und die CO2 Emission in einem solchen Haushalt um rund 10 - 15 % reduziert werden. Bei 0,70 € pro Liter Heizöl ergibt sich daraus eine Ersparnis von bis zu 260 € und knapp 1.000 kg CO2 je Jahr.

Quelle: Kupke-Energie.de

 

Informationsbroschüren

Interessante Informationen in Sachen Vergleich verschiedener Brennstoffe nach VDI 2067 bietet Ihnen die hier zum herunterladen angebotene weiße Broschüre. Die gelbe Broschüre der Obersten Baubehörde informiert über die Verpflichtungen die sich für Bauherrn und Hauseigentümer aus der Energieeinsparverordnung 2009 ergeben. Die beiden anderen Broschüren des Bayerischen Landesamtes für Umwelt informieren über die großen Einsparmöglichkeiten beim Einsatz hocheffizienter Heizungsumwälzpumpen.

 

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Weitere Informationen wie Sie durch den Einsatz regenerativer Energien sparen können erhalten Sie in der Rubrik "Erneruerbare Energien" dieser Homepage.

 

klicken Sie hier für Tipps wie Sie beim Heizen Energie sparen können
  • Kessel, Brenner und Schornstein sollten regelmäßig gewartet werden. Den Service möglichst vor der Heizperiode (Winter) durchführen lassen und rechtzeitig von Sommer auf Winterbetrieb umstellen.
  • Alte Heizungspumpen verbrauchen fast 10% des Haushaltsstroms, da sie unnötigerweise Tag und Nacht laufen. Mit einer neuen Energiesparpumpe können bis zu 80% dieser Energie eingespart werden, da diese elektrisch gesteuert nur so viel Wasser durch die Rohre pumpt, wie gerade zum Heizen gebraucht wird.
  • Wohnräume sind oft überheizt und jedes Grad Celsius weniger in der Wohnung bedeutet eine Ersparnis von rund 6%. Wenn man die Temperatur im Wohnzimmer von 24°C auf 20°C reduziert, spart man fast ein Viertel an Kosten und Energie.
  • Besser immer wieder mal eine 5-minütige Stoßlüftung als ein dauergekipptes Fenster, da das Thermostatventil am Heizkörper sonst eine zu niedrige Raumtemperatur registriert, die Heizkörper aufheizt und die Wärme dann buchstäblich zum Fenster rausgeheizt wird.
  • Wärmeverluste können auch gesenkt werden, indem man bei Einbruch der Dunkelheit die Rollläden runterlässt oder die Vorhänge zuzieht. So kann die warme Luft nicht über die Fenster entweichen.
  • Achten Sie darauf, dass die Heizkörper ihre volle Strahlungswärme in den Raum abgeben können, indem Sie sie nicht mit Vorhängen, Regalen oder anderen Möbeln verdecken.
  • Heizkörper entlüften: Wenn Ihre Heizkörper ein gluckerndes Geräusch von sich geben, ist das ein Anzeichen dafür, dass sich Luft in der Anlage befindet. Dies kann bis zu 10% teurere Heizkosten verursachen. Einfach mit dem Entlüftungsschlüssel das Entlüftungsventil öffnen und die überschüssige Luft so lange entweichen lassen, bis warmes Wasser nachfließt.
  • Die Kunststoffdichtungen an Türen und Fenstern müssen regelmäßig erneuert werden, da hier sonst Wärme entweicht.
  • Ein großer Teil der Wärme geht durch die Heizkörpernischen verloren, da die Wand hinter den Heizkörpern oft sehr dünn ist. Dämmen Sie diese Wandabschnitte mit speziellen Heizkörperdämmplatten oder mit flexibler Dämmfolie, die die Wärme wieder zurück in den Raum strahlen.
  • Bei längerer Abwesenheit die Räume nicht voll heizen, sondern lediglich dafür sorgen, dass keine Frostschäden entstehen können.
klicken Sie hier für Tipps wie Sie bei der Warmwasserbereitung Energie sparen können

Pro Kubikmeter Wasser werden im Wasserwerk cirka 0,8 kWh Strom für die Förderung und Aufbereitung des Brauchwassers benötigt. Bei einer jährlich eingesparten Wassermenge von 50 Kubikmetern, werden im Haushalt 150 Euros eingespart und auch noch 26 Kilogramm CO2-Emission vermieden. Momentan beträgt der durchschnittliche Warmwasserverbrauch pro Kopf in Deutschland 126 Liter am Tag. Mit einigen Maßnahmen kann dieser Durchschnittsverbrauch auf rund 80 Liter am Tag reduziert werden.

  • Bei den Armaturen zu beachten: Am Besten Spar-Duschköpfe, Durchflussbegrenzer und Einhebelmischer an Waschbecken verwenden.
  • Duschen statt Baden: Ein Vollbad verbraucht im Schnitt 3-4 mal mehr Wasser und Energie als eine heiße Dusche.
  • Bei den Toiletten Spülkästen mit Spartaste anbringen.
  • Die Warmwasserzirkulationspumpe auf jeden Fall mit Zeitschaltfunktion betreiben.
  • Spül- und Waschmaschinen nur voll beladen laufen lassen.
  • Beim Garten gießen am Besten das Wasser aus der Regentonne benutzen und Rasensprengen vermeiden.
  • Generell gilt: Nie unnötig Wasser laufen lassen beim Händewaschen, beim Abspülen, beim Einseifen unter der Dusche, beim Zähneputzen usw.

Zentrales System

In der Regel gilt eine zentrale Warmwasserbereitung beispielsweise mit Gas- oder Ölheizungsanlagen, am besten mit Solarkollektoren unterstützt, zu den energieeffizientesten Lösungen.

  • Die Temperatur im Boiler sollte nicht zu hoch eingestellt sein. In der Regel reichen 60°C, damit Keime abgetötet sind und das Wasser ausreichend heiß ist. Und während man im Urlaub ist, sollte man den Speicher am besten ganz abstellen – 10% des gesamten Energiebedarfs gehen nämlich auf das Konto der Warmwasserspeicher.
  • Passen Sie die Größe des Speichers optimal auf Ihren Haushalt an. Da der Speicher warmes Wasser konstant zur Verfügung stellt, kostet die Bereitstellung. Für einen 3-Personen-Haushalt reicht ein 120-Liter-Speicher absolut aus.
  • Zuleitungen für Warmwasser immer besonders gut dämmen!

Dezentrales System

Etwa 20% aller Haushalte verwenden zur Warmwasserbereitung hauptsächlich Strom für elektrisch beheizte Speicher oder Durchlauferhitzer. Besonders bei Altbausanierungen ist es sinnvoll dezentrale Wasserversorgungen einzusetzen, um Wasser und Energie zu sparen.

Beim Durchlauferhitzer ist es wichtig, die Temperatur einzustellen, die tatsächlich benötigt wird. So muss kein Kaltwasser am Hahn dazugemischt werden und unnötiger Strom- und Wasserverbrauch wird vermieden.

 

Einen kurzen und guten Überblick wie Sie mit Einsatz verschiedener Armaturen Energie bei der Warmwasserbereitung sparen können erhalten Sie in der bereitgestellten Broschüre des Bayerischen Landesamtes für Umwelt.

 

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