Initiative der Stadt Geretsried

Heizen mit der Wärme der Erde

Vertikale Erdwärmesonden sind hervorragend geeignet, Sonnenenergie und Erdwärme zu nutzen. Erdwärmesonden-Wärmepumpenanlagen können an vielen Orten vorteilhaft eingesetzt werden. Mit ihnen kann dem Gestein Erdwärme entzogen werden. Die Wärmeübertragung aus der Erde bzw. dem Grundwasser erfolgt über eine in dem geschlossenen
Sondenkreislauf zirkulierende Sole. Die in der Sonde aufgenommene Wärme wird im Verdampfer der Wärmepumpe über den Kältemittelkreislauf an das Heizsystem abgegeben.

Was Geothermie genau ist, ob auch für Sie der Einsatz dieser Technik von Vorteil sein kann und welche Rahmenbedingungen zu beachten sind erfahren Sie ausführlich in den hier zum herunterladen angebotenen Leitfäden und Informationsblättern.

 

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Benötige ich für oberflächennahe Geothermie eine Genehmigung?

Für Bohrungen zum Einbau von Erdwärmesonden sind grundsätzlich Anzeigen nach Art. 34 BayWG erforderlich und an hydrogeologisch günstigen Standorten (z. B. bei einem oberflächennahen, ungespannten Grundwasserstockwerk) für
die weitere Sachbehandlung i. d. R. auch ausreichend. Zu beachten ist dabei, dass mit der Erstellung der Sonde erst dann begonnen werden kann, wenn die Kreisverwaltungsbehörde ausdrücklich zustimmt bzw. die in Art. 34 Abs. 3 BayWG festgesetzte Frist von 1 Monat nach Anzeige abgelaufen ist.


Sind die geplanten Maßnahmen jedoch geeignet, dauernd oder in einem nicht unerheblichen Ausmaß schädliche Veränderungen der physikalischen, chemischen oder biologischen Beschaffenheit des Wassers herbeizuführen (vgl. § 3 Abs. 2 Nr. 2 WHG), so ist ein Anzeigeverfahren nicht mehr ausreichend und ein wasserrechtliches Erlaubnisverfahren nach § 7 WHG einzuleiten. Erlaubnisbedürftige Tatbestände können vor allem während des Bohrvorgangs (z. B. bei Verwendung von Spülungszusätzen) und insbesondere bei der Durchteufung verschiedener Grundwasserstockwerke vorliegen.


Es ist daher im Einzelfall zu prüfen, ob eine erlaubnispflichtige Benutzung nach § 3 Abs. 2 Nr. 2 WHG vorliegt und die gegebenenfalls notwendige Erlaubnis erteilt werden kann

 

Zuständig für oberflächennahe Geothermie ist die Untere Wasserbehörde des Landratsamtes. Für die Bohrungen muss generell eine Bohranzeige bei der Kreisverwaltungsbehörde erfolgen.

 

Ihr Ansprechpartner:

Landratsamt Bad Tölz-Wolfratshausen
> Untere Wasserbehörde
Frau Cornelia Breiter
Prof.-Max-Lange-Platz 1
83646 Bad Tölz
Tel.: 08041/505-319
Email: cornelia.breiter@lra-toelz.de

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Beispielrechnung

Ausgegangen wird von einem typischen Altbau aus dem Jahr 1980. Die Zahlen sind nur Näherungswerte und können je nach Haus und System jedoch stark abweichen! Anmerkung: Steigt der Energiepreis amortisiert sich die Anlage schneller.

Vor der Sanierung

Energieverbrauch vor Sanierung pro Jahr: 35.000 Kilowattstunden (kWh)

> Betriebskosten Gas: 2.450 Euro

 

Anschaffungs- und Installationskosten

> Anschaffungs- und Installationskosten: 25.000 Euro

> Abzüglich Förderung: 4.150 Euro

Gesamt: 20.850 Euro


Nach der Sanierung

Gesamtenergieverbrauch nach Sanierung: 30.000 kWh

> Anteil Solarkollektoren: 3.500 kWh

> Anteil Luft-Wärmepumpe: 17.000 kWh

> Anteil Gas-Brennwertmodul: 9.500 kWh

Daraus resultierende Betriebskosten:

> Strom: 640 Euro

> Gas: 660 Euro

Gesamt: 1.300 Euro

 

Einsparung im Verhältnis zum alten System: 1.150 Euro pro Jahr

Amortisationszeit: ca. 18 Jahre

 

Quelle: Energiewelt.de