Initiative der Stadt Geretsried

Photovoltaik

Photovoltaikanlagen wandeln die Sonnenstrahlung mittels Solarzellen in elektrische Energie um. Herzstück jeder Solarzelle ist ein Halbleiter, meist Silizium. Das Sonnenlicht wird in Gleichstrom umgewandelt, der direkt zum Betrieb elektrischer Geräte genutzt oder in Batterien gespeichert wird. Gleichstrom kann auch in Wechselstrom umgewandelt und in das öffentliche Stromnetz eingespeist werden. Ende 2010 waren in Deutschland Photovoltaikanlagen mit einer Leistung von rund 16.910 MW elektrischer Leistung installiert, die den Strombedarf von etwa 3,4 Millionen Drei-Personen-Haushalten decken.

 

Informationen zur Vergütung von Solarstrom nach dem Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) erhalten Sie hier.

 

Weitere Informationen liefern Ihnen die zum herunterladen angebotene Broschüre. Eine kurze Online-Information mit Empfehlung zum Einsatz der richtigen Technik erhalten Sie hier beim Bundesverband Solarwirtschaft.

 

tl_files/energiewende/redaktion/nachrichten/erneuerbare_energien/cover_downloads/cover_Solarenergie__Kilowatt_Satt_00001.jpg

Genehmigung und Formalitäten

Solaranlagen sind in der Regel baugenehmigungsfrei

In der Regel sind Solaranlagen genehmigungsfrei, sofern sie an der Fassade, auf Flachdächern oder in der Dachfläche errichtet werden. Einschränkungen kann es durch die örtlichen Bebauungspläne oder andere Vorschriften der baulichen Gestaltung geben (z.B. bei denkmalgeschützten Bauten). Ob es für Ihr Grundstück einen Bebauungsplan gibt, können Sie im Bauamt erfahren. Für Freiflächenanlagen wird auf jeden Fall eine Baugenehmigung benötigt. Die Genehmigung erteilt wenn erforderlich das Landratsamt. Die Anträge sind im Stadtbauamt einzurechen.

Meldepflicht von Solaranlagen

Betreiber von Photovoltaikanlagen, die ihren Strom ins Netz einspeisen sind verpflichtet, der Bundesnetzagentur den Standort und die Leistung ihrer Anlage zu melden. Andernfalls ist der Netzbetreiber nicht zur Vergütung des Stroms verpflichtet.

Formulare und Informationen zur Meldepflicht finden Sie hier bei der Bundesnetzagentur.

 

klicken Sie hier für Informationen zum Eigenverbrauch von Solarstrom

Der direkte Selbstverbrauch von Strom aus einer Photovoltaik-Anlage wird vergütet, soweit der Anlagenbetreiber oder Dritte den Strom in unmittelbarer räumlicher Nähe zur Anlage selbst verbrauchen und dies nachweisen. Förderfähig sind Anlagen, die ab dem 01.01.2009 errichtet worden sind und sich an oder auf einem Gebäude befinden. Die Vergütungssätze richten sich nach dem Zeitpunkt der Inbetriebnahme der Anlage.

Vergütungen

Die Anlage weist eine installierte Leistung bis max. 500 kW auf. Der Vergütungssatz richtet sich nach der Anlagengröße sowie nach dem prozentualen Eigenverbrauch. Die Vergütung bei einem Eigenverbrauch bis 30 % am jährlich erzeugten Solarstrom beträgt ab dem 01.10.2010 bei einer Anlagengröße

  • bis 30 kW 12,36 Cent/kWh
  • bis 100 kW 10,95 Cent/kWh
  • bis 500 kW 9,48 Cent/kWh

Die Vergütung bei einem Eigenverbrauch ab 30 % am jährlich erzeugten Solarstrom beträgt ab dem 01.10.2010 bei einer Anlagengröße

  • bis 30 kW 16,74 Cent/kWh
  • bis 100 kW 15,33 Cent/kWh
  • bis 500 kW 13,86 Cent/kWh

 

Weitere ausführliche Informationen zum Thema Eigenverbrauch des selbst erzeugten Solarstroms liefert Ihnen die nachfolgende Broschure.

 

tl_files/energiewende/redaktion/nachrichten/erneuerbare_energien/cover_downloads/cover_Merkblatt_Eigenverbrauch_Solarstrom_00001.jpg

klicken Sie hier für eine Beispielrechnung zum Einsparpotenzial

Dieser Beispielrechnung wird eine Anlage mit einer Modulfläche von 90,50 m2 und 70 Modulzellen zugrunde gelegt.

 

Jährlicher Energieertrag: 12.225 kWh/a

Einspeisevergütung: 0,3914 €/kWh

Stromertrag jährlich: 4.785 €

 

Kaufpreis netto: 33.929 €

MWSt (19 %): 6.447 €

Kaufpreis brutto: 40.376 €

 

Ausgaben (erste 20 Betriebsjahre)

Zinsen für Darlehen 5.588 €

Betriebskosten 4.523 €

Tilgung des Darlehens: 33.929 €

MWSt-Erstattung: 6.447 €

Summe Ausgaben: 50.487 €

 

Einnahmen (erste 20 Betriebsjahre):

Erlöse aus Stromverkauf: 99.692 €

MWSt-Erstattung: 6.447 €

Zinsen Solarkonto: 5.612 €

Summe Einnahmen: 111.751 €

 

Überschuss: 61.264 €

 

Vermiedener CO2-Ausstoß in 20 Jahren: 236.985 kg

 

Quelle: Energiesparen-im-Haushalt.de

Keine Vergütung auf Ackerflächen

Strom aus Anlagen auf Ackerflächen wird grundsätzlich nicht mehr vergütet, wenn die Anlage nach dem 30.06.2010 in Betrieb genommen wurde. Ausgenommen hiervon sind Anlagen, die sich im Bereich von vor dem 25.03.2010 beschlossenen Bebauungsplänen befinden, und bis zum Ende des Jahres 2010 in Betrieb genommen wurden. Hier beträgt die Vergütung 28,43 Cent/kWh.